Bericht “Rock’n Roll” in der Ostsee © Segel Club Baldeneysee  e.V.  2019 S C B Rock’n Roll home Skipper: Arthur Binkowski, Crew: Peter Schulten, Uwe Scheel, Detlef Klewer Mit bekanntem Schiff - der ‚Rock’n Roll’, einer Oceanis 37 - und eingespielter Mannschaft sind wir von Heiligenhafen aus durch das Seegebiet ‚Belte und Sund’ rund um  Dänemark gesegelt und haben dabei Neues entdeckt - und auch Altes neu. Der gewählte Zeitraum nach der Schafskälte hat sich dabei wieder als positiv erwiesen, denn nach den ersten - noch frischen - Tagen wurde es rasch angenehm warm. Aus  dieser Wetterentwicklung ergaben sich dann immer mal wieder plötzliche und heftige Gewitter mit Windböen über 30 kn und heftige Regengüsse, die aber das insgesamt  überwiegend sonnige und mit gutem Segelwind versehene Wettergeschehen und unsere gute Laune nicht trüben konnten.  So konnte denn auch der separat mitgeführte Gennaker öfter und intensiver als in den Vorjahren eingesetzt werden. Arthur gelang es dabei, die ‚große Blase’, auf diversen  Kursen zum Wind feinfühlig zu testen und zu trimmen. Bei leichten bis mittleren Winden ergab sich dabei eine angenehme Fahrt durchs Wasser vor der beeindruckenden  Kulisse dieses riesig wirkenden bunten Segels.  Aufgrund der Winde hatten wir nach erstem nördlichen Kurs in Richtung Großer Belt mit Station in Spodsbjerg  (Anglerparadies) östlichen Kurs durch das Smälandsfahrwasser aufgenommen bis Stubbeköbing. Anderntags  umrundeten wir dann in Richtung Öresund die in der Sonne strahlend und imposant anzuschauenden weißen  Kreidefelsen von Möns Klint - hier ist in Küstennähe immer auf Stellnetze zu achten - und erreichten den Hafen Rödvig  auf Seeland. Von diesem netten alten Hafen mit buntem Treiben lässt sich Kopenhagen bequem mit der Bahn erreichen.  Die Hauptstadt Dänemarks haben wir bei der Weiterfahrt diesmal ‚links‘ liegen lassen, um von Malmö aus mit Blick über  den Öresund einen klaren Sonnenuntergang vor der faszinierenden Kulisse Kopenhagens zu geniessen. Die von uns  angesteuerte neu ausgebaute Marina in Zentrumsnähe ist guter Ausgangspunkt für einen Bummel durch die quirlige  Altstadt Malmös mit ihren hochragenden altehr- würdigen Fassaden und Befestigungsanlagen. Auf der weiteren Fahrt  durch den Öresund nach Norden waren zu querende  Schifffahrtswege zu beachten. Die Aufmerksamkeit des  Rudergängers bis zur Engstelle zwischen Helsingör (DK) und  Helsingborg (S) durch den zunehmenden Verkehr wird dort  noch zusätzlich durch den schnellen Fährverkehr beansprucht.  Nach Umrundung von Schloss Kronborg (Helsingör) weitete sich  der Sund wieder und wir segelten dann an dessen Ausgang  über den Hafen Gilleleje - hier waren noch die Spuren der  Verwüstung durch diesjährige Frühjahrsstürme zu erkennen -   am nächsten Tag weiter am Rande des Kattegats bis nach  Hundested - hier war wieder einmal Kirmes und dänisches Volksfest. Nach der Hälfte der Reisezeit galt es nun, die  Rückfahrt  im Auge zu behalten, die uns durch die enge Fahrrinne bei Seelands Odde über den Hafen Ballen (Insel  Samsö) nach Middelfart in den Kleinen Belt führte. Hier sind in diesem Jahr die charakteristischen Stromleitungen  über den Belt abgebaut worden. Von der Strecke zeugen nur noch die Masten. Nachdem es in Assens endlich geglückt war, eine vom Fahrtbeginn an fehlende Segellatte zu erwerben, konnte nun auch der Feintrimm im Großsegel  erfolgen. Im Zickzackkurs zwischen Dänemark (Faaborg) und Deutschland (Schleimünde) machten wir noch einen  Abstecher in den beliebten Hafen Marstal (DK), den wir bei wolkenlosem Himmel und viel Wind auf Kreuzkurs  erreichten. Die abschließende Fahrt nach Heiligenhafen konnten wir dann am nächsten Tag bei tollem Segelwetter  nochmals richtig genießen.  Detlef Klewer  Törnbericht:  „Mit ‚Rock’n Roll‘ durch Belte und Sund“ 28.06.-11.07.2014 Malmö, Blick über die neue Marina Abendstimmung im Hafen von Spodsbjerg Abendstimmung im Hafen von Spodsbjerg  Malmö, Blick über die neue Marina  zurück Impressum - Datenschutz